Das war der 24. Selbsthilfetagung 2019

Menschen mit einer Suchterkrankung fühlen sich häufig nicht mehr als Teil der Gesellschaft. Die mit der Sucht einhergehenden Einschränkungen, Stigmatisierungen und Hürden der gesellschaftlichen Teilhabe standen im Mittelpunkt der Suchtselbsthilfetagung in Brandenburg, die am 24. Februar 2019 in Potsdam statt. Die Tagung war, wie auch die Jahre davor, sehr gut besucht. Aus dem ganzen Land Brandenburg kamen die Menschen, Angehörige sowie Betroffene, zur Selbsthilfetagung. Sie nutzten die Angebote der Workshops und bei der Vielfalt der Themen war für jeden etwas dabei. Wir freuen uns schon auf die 25. SHT im nächsten Jahr.

Workshop W1:

Ich bin süchtig – Na und?!

Niemand spürt so deutlich, dass Alko- hol eine gesellschaftlich weit verbreite- te Droge ist, wie der trockene Alkoholi- ker. Gemeinsam wollen wir Strategien zu Themen erarbeiten, wie zum Beispiel „Wie bleibe ich trocken?“ und „Wie nehme ich wieder am gesellschaftlichen Leben teil?“.

Holger Guse, Freie Selbsthilfegruppe (FSHG), Potsdam

Marianne Kleinschmidt,

Diplom-Psychologin

Workshop W2:

Süchtig… selber schuld?! Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierung und Stigmatisierung

Der Blick auf Menschen mit Suchter- krankungen ist stetig im Wandel und es gibt verschiedene Perspektiven. Ge- meinsam wollen wir erarbeiten, welche Strategien helfen können, Diskriminie- rungen und Stigmatisierung entgegen- zuwirken.

Martina Arndt-Ickert, Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.

Aileen Foof, Brandenburgische Landes- stelle für Suchtfragen e.V.

Workshop W3:

Junge Betroffene – Zwischen Ausstieg und Aufbruch

Eine grundsätzliche Unsicherheit im Umgang mit Suchterkrankungen in der Gesellschaft erfahren auch junge Betroffene. Ablösung, Persönlichkeits- entwicklung bzw. die Auslotung von beruflichen und privaten Perspektiven stehen an. Freundeskreise sind häufig nach Konsummuster ausgewählt und zerfallen nach der Entscheidung zum Ausstieg. Wichtige gesellschaftliche Zugänge müssen entwickelt werden. Wie das gelingen kann, wollen wir im Workshop erarbeiten.

Klaus Böldicke, Cleanways (U30), Potsdam

Daniel Zeis, AWO Bezirksverband Potsdam e.V., Ambulante Bera- tungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete

Workshop W4:

Süchtige Frauen – doppelt stigmatisiert, doppelt belastet?!(Workshop nur für Frauen)

Süchtige Frauen erleben nach wie vor eine doppelte Stigmatisierung – ins- besondere in der Elternrolle. Trotz aller Gleichstellungsbemühungen sind

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